Historie

Es war in einer unruhigen Herbstnacht im Jahr 1995, als ein Gefühl der musikalischen Nichtauslastung Franky aus dem Schlaf schrecken ließ. Er beschloss, auf der Stelle etwas dagegen zu unternehmen und schlief wieder ein.
Bereits 2003 war es dann soweit: Die Lunatics wurden gegründet. Zunächst bestanden diese zwar nur aus Franky, Stevo und Chris Dunsch, dem damaligen Gitarristen der Heavy Teddys (nicht zu verwechseln mit dem aktuellen Chris, der zwar auch Gitarrist ist, aber weder Heavy noch Teddy), aber das Ziel war klar: Psychobilly sollte gespielt werden, und zwar schnell, laut und dreckig.
Als Unterstützung für dieses Vorhaben konnte zügig Marco für den Bass gewonnen werden, außerdem Scrat a.k.a. Meyerling, der zwar eigentlich Gitarre bei „Deepest Fears“ spielte, nun aber zum Schlagzeugspielen gezwungen wurde, da kein richtiger Schlagzeuger greifbar war. Alle waren sich einig, dass er in kurzer Zeit genauso gut Schlagzeug spielen würde, wie er Gitarre spielte. Insgesamt ein ziemlich gruseliger Gedanke.
Als nächstes stellte sich das Problem der Namensfindung. Schnell war man sich einig, dass der Bandname die Eigenschaften der Band widerspiegeln sollte; der Vorschlag „Fünf Penner, die Psychobilly machen, weil Sie für richtige Musik zu schlecht sind“ wurde aber als zu lang abgelehnt.  Also einigte man sich auf „Lunatics“ und merkte erst danach, dass dieser Name bereits zweimal den ersten Preis als häufigster Bandname des Universums (inklusive Osnabrück) gewonnen hatte. Sei’s drum, als den Fünfen dies klar wurde, war das erste Album „Rock machine“ bereits bei Tombstone Records erschienen und damit jede Chance zur Änderung endgültig zum Teufel.
Als nächstes drehte sich das Besetzungskarussell. Chris verließ die Band aus persönlichen, Scrat aus sehr persönlichen Gründen. Chris – der andere jetzt – übernahm darauf hin den Part des Gitarristen, vielleicht aus persönlichen Gründen, vielleicht, weil er gerade nichts anderes zu tun hatte. Das Schlagzeug übernahmen kurzzeitig Tommo Stürtz (Boozehounds) und Janosch Fräger, beide bleiben jedoch nicht auf Dauer, was wahrscheinlich persönliche Gründe hatte. Durch die gemeinsame Bandvergangenheit von Chris – also dem neuen  – und Mauri konnte schließlich letzterer als Stammschlagzeuger gewonnen werden.  Die heutigen Lunatics waren komplett.
Es folgte eine Phase der harten Proberaumarbeit; schließlich aber war das Material für das zweite Album zusammengestellt. In einem unerwarteten Moment geistiger Erleuchtung hatte Stevo begonnen, seine Texte nun auch teilweise in deutscher Sprache zu verfassen; das Album erhielt folgerichtig den Namen „Bilingual“ und man verständigte sich nach einigem hin und her darauf, das Konzept der Kombination englischer und deutscher Texte beizubehalten. Am durchschlagenden Erfolg dieses Konzeptes zweifelte innerhalb der Band niemand; immerhin
–       „sind wir die großartigste Band der Welt“ (Stevo)
–       „verstehe ich jetzt wenigstens zur Hälfte, worum es in den Liedern geht“ (Franky)
–       „hört sowieso niemand hin, was gesungen wird“ (Mauri)
–       „ist es mir egal, ich spiele ja nur Gitarre“ (Chris)
–       „hab ich nicht zugehört – worum ging’s gerade?“ (Marco)
In dieser gelungenen Kombination aus Ignoranz und Größenwahn machten sich die Jungs – getragen auch von den durchweg positiven Kritiken zum Album „Bilingual“ – daran, Material für ihr drittes Album zu schmieden. Mit Erfolg, denn das dritte Album „Come nude! Bring beer!“ ist beinahe fertig und birgt erneut einen bunten Strauß brandheißer Tanzrhythmen, deutscher und englischer Texte, Sozialkritik, Betroffenheitslyrik und brasilianischer Lebensfreude (letzteres ist gelogen, steht aber hier, um uns neue Hörergruppen zu erschließen).
Ist das noch Psychobilly? Diese Frage stellte sich beim Hören der halbfertigen Aufnahmen zum dritten Album. Wir meinen: Nö. Und es ist uns egal. Was es nun ist und wie man es nennen soll – ist uns auch egal. Vielleicht macht Ihr Euch selbst ein Bild von der Musik der Lunatics, und wenn Ihr einen Namen dafür findet, dann sagt uns Bescheid. Wir machen solange einfach weiter MUSIK.

Pressestimmen zum Album „Bilingual“

(Achtung, es handelt sich bei Folgendem um Satire – Satire, nicht Satyre; letztere waren die mit den pelzigen Beinen und den Hörnchen auf’m Kopf):
„Eine Kakophonie der Stile, die in ihrer Dissonanz eine mutualistische Symbiose mit den kafkaesk-dadaistischen Texten eingeht:“
(Der Spiegel)
„Toller Sound – erbärmliche Grafik!“
(Computerbild Spiele)
„Elegant – vor allem auf weißem oder schwarzen Untergrund.“
(Schöner Wohnen)
„Totaler Bockmist.“
(Jagd und Hund)
„Großes Kino aus Deutschland. Brilliant: Till Schweiger als statisches Rauschen!“
(TV Movie)
„Verblüffend – Kölner Bassist sieht aus wie Vetter It !“ 
(Bild)
„Ein Haufen Schlappschwänze.“
(Men’s Health)
„Der Top-Soundtrack für kurzen, unpersönlichen Sex!“
(Freundin)
„Wie geheime Rockmusiker-Logen die Welt regieren!“
(Focus)
„Wieder Unfall auf der inneren Kanalstrasse!“
(Express)